sd. Wipperfürth. Der Wipperfürther Radfahrer Ümit Erkan-Lieth aus dem Rennteam "Nippel '89" kann mit einem besonderen Ergebnis aufwarten. Er wurde in Rheinberg deutschlandweit als bester Stadtradler ausgezeichnet.
Mit 1.771 gefahrenen Kilometern, die er in drei Wochen von Juni bis
Juli diesen Jahres zurückgelegt hatte, konnte er sich von der
Konkurrenz absetzen. In der Sonderkategorie der aktivsten
Stadtradler konnten insbesondere Sportlerinnen und Sportler
teilnehmen, die demonstrativ 21 Tage am Stück das eigene Auto
stehenließen, um auf das Fahrrad umzusteigen. Die Teilnehmer
legten in den drei Monaten deutschlandweit knapp vier Millionen
Radkilometer zurück - so konnten fast 600 Tonnen
CO2-Emissionen, die das Autofahren ergeben hätte, eingespart
werden.
Das Auto des besten deutschen Stadtradlers Ümit Erkan-Lieth
wurde zum Auftakt des Wettbewerbs symbolisch
"eingemottet" und vor dem Rathaus in der
Wipperfürther Innenstadt abgestellt - die Autoschlüssel
sollten dafür in einem versiegelten Umschlag der Kommune
übergeben werden.
"Die Planung jeglicher alltäglicher Dinge muss man
zeitlich und wetterabhängig anders organisieren", sagte
der Sieger. Das fahrradaktivste Team aus der Stadt Wipperfürth
waren auch in diesem Jahr die Radler von "Nippel
'89".
Mit 499 Kilometern pro Teilnehmer belegten sie Platz eins. Neben
Ümit Erkan-Lieth fahren in dem Wipperfürther Hobby-Team
mit den hellblauen Rennshirts etwa 20 weitere Radler im Alter von
25 bis 66 Jahren.
Die teilnehmenden Teams aus der Stadt Wipperfürth legten
75.587 Kilometer mit dem Rad zurück und sparten dabei knapp
elf Tonnen CO2 ein.
Das Klima-Bündnis hatte zu dem Wettbewerb Stadtradeln
aufgerufen, in dem deutschlandweit die fahrradaktivsten Kommunen
teilnehmen konnten. Mehr als 20.000 Radlerinnen und Radler traten
für den Klimaschutz in die Pedale. Über 60 Kommunen in
ganz Deutschland nahmen an dem Wettbewerb teil, darunter befanden
sich auch über 500 Mitglieder der kommunalen Parlamente.

