Solarleuchten der FH für Bangladesch

Professor Dr. Bärwolff ist zum Forschungssemester in Asien

Gummersbach. Nach drei Monaten kehrte Professor Dr. Hartmut Bärwolff von Bangladesch zurück an seine Hochschule in Gummersbach - fünf Kilo leichter, aber mit zahlreichen Eindrücken und Erfahrungen. "Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, vor allem an der Universität Rajshahi, so der Professor nach der Hälfte seines Forschungs-Freisemesters in einem der ärmsten Länder der Welt. Das Entwicklungsland hat aber inzwischen gute Chancen auf dem Weltmarkt, seine Textilindustrie boomt, es ist trotz vieler Probleme in der Infrastruktur politisch stabil, aber es fehlt an einer sicheren Energieversorgung. Fast die Hälfte des 170-Millionen-Volkes hat keinen Zugang zu Elektrizität.

Hier will der 62-jährige Physiker Bärwolff sein Wissen und seine Erfahrungen in LED-Technik und Photovoltaik einbringen.
Zusammen mit Firmen hat er als Prototypen autarke solare Straßenleuchten konzipiert und bauen lassen, die in dem subtropischen Land getestet werden sollen. Bisher haben die Bangladeshi in ländlichen Gegenden Diesel oder Benzin in Stromgeneratoren verbrannt, um nachts Licht zu haben, zukünftig soll Sonnenenergie die Akkus speisen, die nachts ihren Strom an extrem sparsame LED-Leuchten abgeben. Die Leuchten konnten jedoch bisher nicht aufgebaut werden, weil sich der Transport und die Zollabfertigung verzögerten; inzwischen sind diese Probleme aber gelöst.
Die Zeit nutzte Professor Bärwolff, um an weiteren Projekten mitzuwirken. So soll ein Dorf auf einer Insel in dem gewaltigen Strom Megna zu einer Mustersiedlung für autarke Stromversorgung umgestaltet werden. 

Außerdem erhalten im Norden von Bangladesch eine Mutter-Kind-Klinik und mehrere Schulgebäude als Pilotprojekt eine robuste solarbasierte LED-Beleuchtung und eine solare Energieversorgung. Dieses Projekt wird hauptsächlich getragen vom Rotary Club Gummersbach und dem "Bangladesch Studien- und Entwicklungszentrums" in Wiehl.

Letzte Änderung: Dienstag, 17.01.2012 12:56 Uhr

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