Windeck (sc). Über die Entwicklung jüdischen Lebens in den damaligen Gemeinden Rosbach, Herchen und Dattenfeld ab Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu Verfolgung und Ermordung, referierte der Dattenfelder Raimund Weiffen in der Rosbacher "Gedenkstätte Landjuden an der Sieg" am nationalen Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus.
Kaum Platz genug bot die Gedenkstätte für die Besucher, die mehr über diese Schicksale erfahren wollten. "Früh zeigte das NS-Gedankengut in Windeck sein antisemitisches Gesicht. Die durchgängige Struktur der Vernichtung erfolgte Schritt für Schritt in alltäglichen Schikanen", so Weiffen, der jahrelang mit Anne Röhrig für die Aktion "Stolpersteine für Windeck" recherchierte und auch bislang unbekannte Schicksale erhellen konnte.





