us. Bielstein. Hier muss man nicht
für Partystimmung sorgen, hier ist sie sowieso schon da: Bei
der Kostümsitzung des Karnevalsvereins Bielstein in der Aula
der Realschule tobte mit den einfallsreich verkleideten Gästen
das pralle Leben durch den Saal.
Nach dem prunkvollen Einmarsch von KVB, Prinzenpaar und Hofstaat
dirigierte Sitzungsleiter Michael Becher das Narrenvolk durch einen
"Selbstläufer-Abend", der mit attraktivem
Spaßprogramm gespickt war.
Nach dem Auftritt von "Dä Bundeswehrsoldat" rissen
die Partyhits des Duos Harry und Chris das Publikum ausnahmslos von
den Stühlen und beim Tanzen, Klatschen, Jodeln und Schunkeln
begannen die Grenzen zwischen Karneval, Oktoberfest und
Aprés-Ski zu verschwimmen.
Einzig der imposante Aufmarsch von 130 "Kölschen
Funken rut-weiß von 1823", einem der ältesten
Traditionskorps der Domstadt, vermochte die Spaßwogen wieder
einigermaßen zu glätten.
Jörg Knör unterhielt mit täuschend echten
Darstellungen von Ex-Kanzler Helmut Schmidt, Joopi Heesters oder
Inge Meisel und vervollständigte den Nachnamen des amtierenden
Bundespräsidenten zu "Weltweit umsonst logieren für
Freundschaftsdienste".
Zum Brüllen komisch auch die Nummer mit dem "bösen
F-Wort", einer Helge-Schneider-Parodie auf den allseits
grassierenden Facebook-Wahn.
Mit viel Applaus wurde der Sessionstanz der 22 Crazy Girls &
Boys belohnt. Die schmissigen Darbietungen der vereinseigenen
"Tanzmäuse" und "Bielsteiner Raketen"
begeisterten die Zuschauer.


