us. Wiehl. Seit 1994 gehört die
Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen zu den Aufgaben
der Malteser Hospizgruppe Wiehl, die nicht nur stationär im
Johannes-Hospiz tätig ist, sondern auch im häuslichen
Umfeld, in Alten-und Pflegeeinrichtungen.
Aus dieser unmittelbaren Nähe zu den Menschen wurde in den
letzten Jahren deutlich, dass der Bedarf an Trauerbegleitungen
massiv zunahm, denn Hinterbliebene bleiben nach dem Tod eines
Angehörigen nicht nur mit ihrer eigenen Trauer zurück,
sondern kämpfen oft mit existenziellen Schuldgefühlen
oder Angst.
Mit der Eröffnung des TrauerZentrumsOberberg, einer Kontakt
und Beratungsstelle für trauernde Menschen, schafft die
Malteser Hospizgruppe Wiehl nun den Raum, in dem Ratsuchende mit
Hilfe professioneller Trauerbegleiter ihre Verlustreaktionen
aufarbeiten können.
Dort in den zentral gelegen Räumen - direkt gegenüber des
Wiehler Rathauses und der evangelischen Kirche - stehen, neben der
hauptamtlichen Leiterin Conny Kehrbaum, zehn geschulte
Ehrenamtliche mit "Trauerqualifizierung" als kompetente
Ansprechpartner bereit.
Mit Zeit, Wissen und Verständnis begleiten sie Trauernde in
ihrem Stabilisierungsprozess und können neue Impulse geben,
Trauer konstruktiv zu be- und verarbeiten. Das Hilfeangebot umfasst
Sprechstunden, Beratungen, Einzelbegleitungen und
Gruppengespräche oder auch Workshops für Hinterbliebene
jeden Alters.
"Nach dem telefonischen Erstkontakt ermitteln wir im
persönlichen Gespräch den Einzelbedarf, der individuell
angepasst wird", erläutert Conny Kehrbaum. Die
Trauerarbeit und Trauerbegleitungsangebote sind für die
Betroffenen kostenlos und werden über Spenden finanziert.
TrauerZentrumOberberg, Hauptstraße 27, 0 22 62/7 07
55 50, email:trauerzentrum-oberberg@t-online.de.

