"Gefroren hat es heuer, noch gar kein festes Eis, das Büblein steht am Weiher und spricht zu sich ganz leis: ich will es einmal wagen, das Eis es muss doch tragen. - Wer weiß?
"
Diese Zeilen von Friedrich Güll sind rund 180 Jahr alt. Das
Foto, aufgenommen in Schladern am Wasserfall, ist erst ein paar
Tage alt aber Thema und Problematik sind gleich. Zugefrorene
Gewässer üben seit ewigen Zeiten eine magische
Anziehungskraft auf Jung und Alt aus. Wer ist nicht schon einmal
der Versuchung erlegen sich auf knackendes, knirschendes Eis zu
begeben? Den Moralapostel zu spielen ist deshalb sicher hier nicht
angebracht aber die Gefahr sollte man nicht verkennen.
Das Gedicht "Büblein auf dem Eise" (siehe oben)
hat noch weitere Strophen und wen es interessiert, der kann sie
sich ja "ergoogeln". Auf jeden Fall nimmt die Dramatik
ihren Lauf: "Das Eis auf einmal knacket, und krach! schon
bricht's hinein". Träumen wir unterdessen lieber am
warmen Ofen von heißen Sommertagen und einer Eiszeit der
anderen Art. Freuen wir uns auf: "... Früchteeis, Ananas,
Kirsch und Banane, - aber bitte mit Sahne!" (js)





