us. Denklingen. Straßenkarneval ist bekanntermaßen eine Freiluftsportart und versierte Jecken stellen sich durch geeignete Kostüme darauf ein. So trübten die kalten vier Grad Celsius Außentemperatur und die gelegentlichen Graupelschauer auch keineswegs die Laune der zahlreichen Zuschauer beim Denklinger Karnevalsumzug. Zwischendurch beschien sogar die Sonne den Kamelleregen, der aus 39 Mottowagen und Fußgruppen auf die Menschenmassen am Zugweg hernieder prasselte.
Neben Vertretern benachbarter Karnevalsvereine aus Bielstein, Eckenhagen, Wildberg und Waldbröl, präsentierten sich etliche kleinere Gruppen mit phantasievollen Ideen. Der TC Wiehltal hatte sich, in Anlehnung an die bundespräsidiale Geschenkeaffaire, als schmucke Päckchen zurecht gemacht, die Feuerwehrfrauen "krabbelten" als Spinnen durch den Ort und die Hütter Landjugend holte mit ihrem Wagen das Dschungelcamp ins Oberbergische. Den Abriss des Monte Mare-Spaßbades konterten die leichtbekleideten Herren des Kegelvereins "Die Beißer", mit ihrem eigenen Saunaclub, der nebst dampfendem Whirlpool, mit Ruheliegen und Badetüchern luxuriös ausgestattet war. Zum Anbeißen auch die leckeren "Sahneschnittchen" der Karnevalsfreunde aus Eiershagen.
Unter dem Motto "Endlich steht das Wintersportkonzept-da wär ein bisschen Schnee doch auch ganz nett", marschierte das Rathausteam, mit Bürgermeister Rüdiger Gennies, als Schneemänner und Frauen mit. Klar, dass die veranstaltende KG Rot-Weiß Denklingen "mit alle Mann vorbei gekommen war" und mit Kinderelferrat, den Tanzgruppen, dem Senat, der Garde und dem Elferrat die größte Narrenfraktion stellte. Den Abschluss des farbenfrohen Spektakels bildete das Prinzenschiff, auf dem Prinz Anne I., Bauer Ela und Jungfrau Moni als erstes Denklinger Frauen-Dreigestirn, durch die Karnevalswogen segelten.



