Morsbach. (us) Karneval ist in "Muerschbech Deheem". Deshalb erübrigte sich die alberne Frage von Stimmungssänger OlliOlé, ob man denn feiern wolle, von ganz allein.
Bei der großen Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Morsbach waren die 550 Jecken nicht nur gut aufgelegt und phantasievoll verkleidet, sondern sangen von Beginn an jeden Ohrwurm Text-und melodiesicher mit. Sitzungspräsident Theo Stangier führte die Narren souverän durch den unterhaltsamen Abend, der durch die Auftritte der vielen Orts-Eigengewächse, maßgeschneiderten "Made in Morsbach Spaß" bot, der sich putzmunter vom konfektionierten Massenfrohsinn abhob.
Neben den imposant anzuschauenden Auftritten der vereinseigenen Tanzgarden, begeisterten die großen Wolpertinger mit einer beeindruckenden Kombination von Tanz-, Show-und Akrobatikelementen. Seine, mit viel Applaus bedachte Premiere, feierte der "Würfelzucker", dessen Mitglieder das "Wetten dass" Fernsehformat ins Festzelt geholt und mit Lokalkolorit gefüllt hatte. Nachdem Moderator Marco (Gottschalk) Friederichs mit Assistentin Michelle Schlumpfinger Brüderschaft getrunken hatte, mühte sich Werner Puhl, der langjährige Präsident der KG Morsbach, seine Saalwette zu erfüllen und acht "alte Funken" für den Funkentanz zu organisieren.
Zum dritten Male bei der großen Abendsitzung dabei, nahm
die Hurschosser Jungen Partei, in griechische Volkstracht
gekleidet, die dortige Staatspleite und deren Parallelen zur
Kommunalpolitik aufs Korn. Schmissige Musikbeiträge des
Musikzuges Wendershagen, sowie Partyhits der beiden
"Kalauer" und der Swinging Fanfares aus Köln
ließen den "Stimmungswind", im Zelt in den
Wisserauen, zwischendurch immer wieder Sturmstärke annehmen.
Nachdem sich Prinz Thorsten I , mit der Garde Blau Weiß und
der Funkengarde dem Narrenvolk auf der Bühne präsentiert
hatte, feierten die Jecken ausgelassen in den weiteren Abend.



