bsp. Gummersbach. Mangelnde
Beratungsangebote für Mädchen, Jungen und Frauen, die von
Gewalt betroffen sind, waren ausschlaggebend, als die damalige
Gleichstellungsbeauftragte Susanne Voigt eine entsprechende
Beratungsstelle in Gummesbach gründete.
Um Mädchen und Jungen gleichermaßen anzusprechen,
entschied sich Voigt damals für den Namen "nina +
nico", zwei für die damalige Zeit beliebte Namen.
Schon nach kurzer Zeit stieg die Zahl der Anfragen ins
Unermessliche, so dass sich 1996 die Stadt Gummersbach aus der
Finanzierung ausklinkte und acht Frauen den Verein "nina +
nico" gründeten.
Mittlerweile verzeichnet der Verein 25 Mitglieder - davon sind drei
ehrenamtlich im Vorstand tätig, eine Bürokraft sowie
fünf Beraterinnen, die über eine sozial-pädagogische
Fachausbildung sowie spezielle Zusatzausbildungen im Bereich der
Kinder- und Jugendarbeit verfügen.
Die Ziele des Vereins sind vielschichtig. Es zählen die
opferorientierte, individuelle und psycho-soziale Beratung der
Betroffenen, die persönliche Hilfestellung bei Klärung
von Verdachtsmomenten im Falle von sexueller, psychischer oder
physischer Gewalt, Beratung und Unterstützung von Betroffenen,
aber auch Eltern, Lehrern und Erziehern.
Besonders wichtig ist die Aufklärungsarbeit für
Schüler weiterführender Schulen im Unterricht, aber auch
für die Eltern, Erzieher und Pädagogen in Grundschulen
und Kindergärten. Zudem besteht eine enge Kooperation mit
Institutionen, Verbänden und Personen wie Psychotherapeuten,
Ärzten, Rechtsanwälte, der Polizei, Jugendämtern und
der Organisation "Weißen Ring".
Derzeit werden einmal wöchentlich an elf Schulen in Oberberg
sowie in den Vereinsräumen in der Marktstraße in
Gummersbach Beratungen angeboten.
So ergaben sich in den letzen 15 Jahren rund 4.100
Einzelberatungen. Mehr als ein Drittel dieser Gespräche fielen
in den Bereich der sexuellen Gewalt, gefolgt von familiären
oder schulischen Problemen oder psychischer oder körperlicher
Gewalt.
Der Verein "nina + nico" hat bis heute über 17.000
Kinder und Jugendliche über ihr Rechte aufgeklärt, die
sich im Falle von Gewalt, Mobbing, Magersucht oder
Internetproblemen ergeben.
"Unsere Betreuerinnen haben immer ein offenes Ohr für die
Betroffenen und es besteht zu jeder Zeit die Möglichkeit,
einen Beratungstermin zu bekommen", so Monica Weispfennig vom
Vereinsvorstand.
Weitere Informationen und Hilfe gibt es unter www.nina-nico.de,
info@nina-nico.de oder 0 22 61/2 47 92. Die Gespräche
sind vertraulich - und die Hilfe kostenfrei.
Spenden für den Verein "nina + nico" können auf
das Konto 196 592 , BLZ 384 500 00 bei der Sparkasse
Gummersbach-Bergneustadt überweisen werden.

