Schutzengel gemalt

Grunschüler nahmen Kontakt zu Soldaten in Afghanistan auf

bsp. Gummersbach. Militärpfarrer Andreas Vogelmeier hatte den Weg aus dem Donautal auf sich genommen, um sein Versprechen einzulösen. Er wollte die Kinder der 4b von Mechthild Sülzer aus der Gemeinschaftsgrundschule Bernberg einmal besuchen.

18 Schülerinnen und Schüler der damaligen Klasse hatten sich in ihrem alten Klassenraum eingefunden und lauschten neugierig den Ausführungen Vogelmeiers, der mit Hilfe von Dias das Leben der Soldaten und die Eindrücke des 26. Deutschen Einsatzkontingents in Afghanistan beschrieb und geduldig die vielen Fragen der Schüler beantwortete.
Knapp ein Jahr ist vergangen, seit die Schüler der damaligen 4b im Rahmen ihres Sachkundeunterrichts entschieden, den Soldaten in Afghanistan eine Freude zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie in Deutschland nicht ganz vergessen sind. Schutzengel sollten es sein, von den Kindern gemalt und gebastelt.

Mit Hilfe des Staatssekretärs Thomas Kossendey erreichten die Engel Camp Marmal in Mazar-e-Sharif und wurden dort vom Militärpfarrer Andreas Vogelmeier in Empfang genommen. Aufgehängt an einer Wand der Feldküche, sahen die Soldaten Tag für Tag die "Bernberger Schutzengel".
"Ganze Trauben hatten sich vor der Wand mit den Schutzengeln gebildet. Mussten Soldaten das Camp verlassen, um auf Patrouille zu fahren, baten sie die Engel um ihren Schutz und wenn sie gesund wieder zurück kamen, bedankten sie sich bei ihnen", erklärte Vogelmeier.
"Es war sehr wichtig, dass ihr diese Aktion durchgeführt habt, denn viele Soldaten vermissen den Rückhalt in Deutschland. Viele von ihnen haben auch Kinder in eurem Alter", bedankte sich Vogelmeier im Namen der Soldaten bei den Kindern.

Am nächsten Tag folgte im evangelischen Gemeindezentrum Bernberg ein ökumenischer Gottesdienst unter dem Motto "Schutzengel für Afghanistan" unter der Leitung von Militärpfarrer Vogelmeier, Pfarrer Uwe Selbach und dem Kreisdechant Christoph Bersch und Mitwirken der Klassen 1b und 3b. Von Oberfeldwebel Christin Rudolf vom Radio Andernach aufgenommen, wurde der Gottsdienst nach Afghanistan übertragen.

Letzte Änderung: Mittwoch, 20.06.2012 11:31 Uhr

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